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angekündigt für 1. Januar 2027

Spritpreisdeckel 2027: was feststeht und was nicht

Wenn der Tankrabatt am 31. Dezember 2026 ausläuft, soll eine staatliche Preisobergrenze folgen. Angekündigt ist sie für den Jahresbeginn, beschlossen ist sie nicht.

Der Stand

Die Bundesregierung will bis zum 1. Januar 2027 einen vorübergehenden Höchstpreis für Kraftstoff einführen und nennt Luxemburg und Belgien als Vorbild. Die Details sollen mit der Mineralölwirtschaft besprochen werden. Einen festen Termin wollte das zuständige Ministerium laut ZDF bisher nicht nennen.

Die Branche ist dagegen. Der Verband en2x hält eine einheitliche staatliche Preisregel für ungeeignet, rechnet mit viel zusätzlicher Bürokratie und warnt, ein zu niedrig angesetzter Deckel könne im schlimmsten Fall die Versorgung gefährden (en2x, Pressemitteilung vom 21.09.2026).

Wie die Vorbilder funktionieren

In Luxemburg legt der Staat per Vereinbarung mit den Ölgesellschaften einen Höchstpreis fest, der sich an den Notierungen der Produkte orientiert und bei Bedarf angepasst wird. Belgien setzt über einen Programmvertrag zwischen Wirtschaftsministerium und Branche täglich Höchstpreise für Benzin und Diesel. In beiden Ländern dürfen Tankstellen darunter bleiben, aber nicht darüber.

Die Durchschnittspreise laut EU-Kommission in der Woche vom 14. September 2026: Diesel in Luxemburg 2,123 €, in Belgien 2,290 €, in Deutschland 2,426 €. Ein Deckel macht Kraftstoff nicht automatisch billig. Luxemburg ist vor allem wegen seiner niedrigen Steuern günstig.

Was das für Januar heißt

Sicher ist nur das Ende des Rabatts: Ab dem 1. Januar 2027 gilt wieder der alte Steuersatz, sofern der Bundestag nichts anderes beschließt. Der Liter wird dann rechnerisch um rund 17 Cent teurer. Ob ein Deckel diesen Sprung abfängt, hängt davon ab, wann er kommt und wo die Grenze liegt. Beides ist offen.

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